Heidelberg Delivery Technologies GmbH räumt einen der drei ACHEMA-Gründerpreise ab!

Mit dem griffigen Slogan „Gummibärchen statt Spritze” hat die 2017 gegründete Heidelberg Delivery Technologies GmbH (Heideltec) einen der drei ACHEMA-Gründerpreise abgeräumt. Das Start-up will seine patentierte Drug-Delivery-Technologie dafür einsetzen, dass Biopharmazeutika künftig oral statt intravenös verabreicht werden können.

 

Das Gründerteam konnte sich im Mai 2016 beim EXIST-Forschungstransfer-Programm des Bundeswirtschaftsministeriums eine zweijährige Finanzierung sichern. Im Mai 2017 wurde aus dem Projekt „Peptoral” dann Heideltec.

 

Der Mitte Juni auf der ACHEMA überreichte Gründerpreis ist mit einem Preisgeld von 10.000 Euro verbunden. Insgesamt hatten acht Finalisten die Endrunde erreicht, die sich während der Messe am Gründerpreisstand präsentieren durften. Die beiden anderen Gewinner sind Plasmion (Labor-Massenspektrometer als Online-Sensoren) und Watttron (modulares Heizsystem für eine zonale Erwärmung).

Die Peptoral-Technologie von Heideltec basiert auf Liposomen, die in eine Matrix eingebettet und damit zu einer festen Arzneiform verarbeitet werden. Der entscheidende Kniff ist die Kombination mit sogenannten Tetraetherlipiden (TEL). TEL finden sich in hohem Anteil in den Zellmembranen von Einzellern, die sich auf das Überleben in heißen und sauren Quellen spezialisiert haben. Um diesen harschen Bedingungen zu widerstehen, bauen sie TEL in ihre Membranen ein. Durch die Verwendung von TEL in Liposomen werden diese – wie auch die in ihnen eingeschlossenen Peptid- und Protein-Wirkstoffe – für die Bedingungen im Magen-Darm-Trakt stabilisiert. Der Wirkstoff ist vor dem Abbau im Magen geschützt und kann dann im Dünndarm unbeschadet aufgenommen werden.

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