implacit aus Mannheim wird beim Sicence4Life Wettbewerb ausgezeichnet!

Science4Life prämiert die besten Geschäftsideen

Innovationen in Life Sciences, Chemie und Energie gewinnen beim Businessplan- Wettbewerb Science4Life Venture Cup

Frankfurt am Main, 23. November 2018. Neue Ideen aus der Gesundheitsbranche, Innovationen in Biotech und High-Tech-Lösungen gemixt mit viel Energie – das war die Ideenprämierung des Science4Life Venture Cup. Insgesamt wurden 81 Geschäftsideen eingereicht und acht Teams, drei davon im Rahmen des Science4Life Energy Awards, mit je 500 Euro belohnt.

Beim Science4Life Venture Cup entstehen aus Ideen Unternehmen. Darum beginnt die erste von drei Phasen des Businessplan-Wettbewerbs mit der Einreichung einer Geschäftsidee aus den Bereichen Life Sciences, Chemie und Energie – insgesamt 81 Teams haben dieses Jahr an der Ideenphase teilgenommen. Sponsoren von Science4Life sind die Hessische Landesregierung und das Gesundheitsunternehmen Sanofi. „Wir haben dieses Jahr starke Gründerteams bei Science4Life, angefangen mit High-Tech-Lösungen auf Basis von künstlicher Intelligenz für den Medizinbereich über die saisonale Energiespeicherung von Erdwärme bis hin zu software-basierter Optimierung von Krebstherapien – das alles sind Geschäftsideen mit großem Potenzial“, erklärt Dr. Karl-Heinz Baringhaus, der administrative Leiter für Forschung und Entwicklung der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. „Dieses Jahr wurde die 2.000 Geschäftsidee und der 1.000 Businessplan eingereicht. Das zeigt uns, dass wir mit Science4Life einen wichtigen Beitrag für die Gründungsförderung leisten“, sagt Dr. Rainer Waldschmidt, Geschäftsführer der hessischen Wirtschaftsfördergesellschaft Hessen Trade & Invest. In der Ideenphase wurden 30 Teams zum Workshop nach Frankfurt eingeladen, um gemeinsam mit Experten die Geschäftsidee weiter auszuarbeiten. Die besten fünf Teams wurden mit einem Preisgeld von 500 Euro belohnt – zusätzlich gewannen drei Energie-Start-ups im Rahmen des Science4Life Energy Awards je 500 Euro. Die Bewerbungen für die Konzeptphase laufen bereits, Einsendeschluss ist der 18. Januar 2019.

Unter den Preisträgern war auch implacit aus Mannheim. Ihr Ziel ist es, die Lebenszeit sowie die Lebensqualität von Krebspatienten zu erhöhen. Ihre Software-Lösung für die personalisierte, lokale Krebstherapie ermöglicht erstmals die passgenaue Bestrahlung inoperabler Hirntumore mit einer miniaturisierten Röntgenquelle, die in den Tumor eingesetzt wird.

Der Life Science Accelerator gratuliert dem Team implacit!

AUCTEQ Biosystems gewinnt den Existenzgründungspreis MEXI

„Wirtschaftsfaktor Nachhaltigkeit“ – so lautete das Motto des diesjährigen Mannheimer Wirtschaftsforums, das am 21. November im CinemaXX Mannheim stattfand. Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz eröffnete die Veranstaltung und gab Einblicke in Wirtschaftsthemen, die Mannheim heute und in Zukunft bewegen. Einer der Höhepunkte des Abends war die Verleihung des Existenzgründungspreises MEXI an die beiden Mannheimer Valentin Kramer mit seinem Start-up „AUCTEQ Biosystems“ und Dr. Simone Burel mit „LU-Kommunikation“. Zudem wurde das neue Wirtschaftsmagazin „Mannheim – Stadt im Quadrat“ vorgestellt und der Preis der Stiftung der Mannheimer Wirtschaft verliehen.

„Im globalen Wettbewerb sind zukunftsfähige Städte nachhaltige Städte. Nachhaltiges Wirtschaften war auch ein zentrales Thema in unserem Leitbildprozess ,Mannheim 2030ʻ, bei dem wir unsere strategischen Ziele aktualisieren und mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen zusammenführen“, sagt Oberbürgermeister Dr. Kurz und fügt hinzu: „Im Rahmen dessen haben wir mit Unternehmen und Bürgerschaft über nachhaltiges Verhalten von Unternehmen in den Bereichen Beschaffung und Corporate Social Responsibility sowie Möglichkeiten von ökologisch oder sozialen Start-ups diskutiert.“

Beispiele nachhaltiger Geschäftsideen präsentierten die beiden Gewinner des Existenzgründungspreises MEXI. Der Biotechnologe Valentin Kramer und die Sprachwissenschaftlerin Dr. Simone Burel überzeugten die Jury und erhalten hierfür ein Preisgeld von jeweils 10.000 Euro sowie die Preisskulptur MEXI. „Ich bin immer wieder beeindruckt vom Mut, von der Ausdauer und Willensstärke der Mannheimer Gründerinnen und Gründer. Der MEXI soll hierfür eine Anerkennung sein und gleichzeitig andere ermutigen. Denn Gründungen leisten einen Beitrag zum Strukturwandel, sie beschleunigen den Schritt hin zur Dienstleistungsgesellschaft und helfen damit, unseren Wirtschaftsstandort zukunftssicher aufzustellen“, sagte Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch, der die Auszeichnung überreichte.

Mit den Preisträgern freuen sich das Gesundheitsunternehmen Roche und die Sparkasse Rhein Neckar Nord. Sie sind die Premiumpartner und Sponsoren des MEXI in den Kategorien „Technologie“ und „Dienstleistungen“. Dr. Ursula Redeker, Sprecherin der Geschäftsleitung bei Roche, lobt die innovative Idee von Valentin Kramer, der einen mitwachsenden Einweg-Bioreaktor entwickelte: „Ich bin sicher, unser Standort Penzberg, der zu den größten Biotechnologiezentren Europas gehört, wird sich für die Erfindung aus dem Hause AUCTEQ sehr interessieren.“ Helmut Augustin, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rhein Neckar Nord und Jurymitglied, zeigt sich nach der Jurysitzung begeistert vom neuartigen Ansatz von LU-Kommunikation: „Ich bin der Meinung, dass LU einen Beratungsansatz anbietet, der die aktuelle Entwicklung trifft und bedient. Denn auch wir bei der Sparkasse wissen, dass nicht nur das ,obʻ, sondern auch das ,wieʻ in der Kommunikation entscheidend ist.“

Der MEXI wird seit 2005 verliehen und ist wichtiger Teil der Gründungsförderungsaktivitäten des Fachbereichs für Wirtschafts- und Strukturförderung. Dank der Sponsoren ist es mit 10.000 Euro der am höchsten dotierte regionale Preis für Start-ups in Deutschland. Die Preisskulptur wird von der Grunert Medien und Kommunikation GmbH und der Wirtschaftsförderung gestiftet.

Auch die Gewinner des Preises der Stiftung der Mannheimer Wirtschaft konnten sich über eine Auszeichnung freuen. In diesem Jahr waren das die Mannheimer Philharmoniker e.V., die BIOTOPIA Arbeitsförderungsbetriebe Mannheim gGmbH und das Interkulturelle Bildungszentrum Mannheim gGmbH. Mit dem Preis würdigt die Stiftung das herausragende Engagement von Akteuren, die Menschen auf ihrem Weg in die Berufswelt und das öffentliche Leben unterstützen und die Wirtschaft der Stadt so nachhaltig stärken.

Die Preisträger und ihre Geschäftsideen

AUCTEQ Biosystems: Entwicklung eines mitwachsenden Bioreaktors Mit einem Einweg-Bioreaktor will Valentin Kramer die Züchtung von Zellkulturen zur Herstellung von therapeutischen Proteinen vereinfachen und umweltfreundlicher gestalten. Derzeit werden drei bis acht unterschiedliche Gefäße benötigt, bis die Zellkultur ein Volumen von etwa 20 Litern erreicht. Eingesetzt werden dabei einzelne Behälter, die nach Gebrauch entsorgt oder aufwändig gereinigt werden müssen. Kramer entwickelte einen mitwachsenden Einweg-Bioreaktor mit einer extrem flexiblen Reaktorwand. Im Mai 2017 meldete er ein deutsches Patent an, gründete im Herbst 2018 die AUCTEQ Biosystems und plant Ende 2019 / Anfang 2020 den Start der Serienfertigung. Kramer ist überzeugt, dass mit dem neu entwickelten System mindestens 30 Prozent der Kosten eingespart werden können.

LU-Kommunikation: Mit dem richtigen Einsatz der Sprache zum Unternehmenserfolg „Ein Unternehmen wirtschaftet nicht nur mit Gütern oder Dienstleistungen, sondern auch mit Sprache“, weiß Dr. Simone Burel. Mit der Gründung der ersten offiziellen linguistischen Unternehmensberatung LU im Jahr 2015 setzt sie ihr theoretisches Wissen in die Praxis um. Wie wichtig Kommunikation für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens sein kann, verdeutlicht Burel an einem Beispiel: In Stellenbeschreibungen wird beispielsweise häufig eine eher männliche Sprache genutzt, die Frauen tendenziell abschreckt. Mithilfe von klassischer linguistischer Analyse und moderner Big-Data-Technologie wertet LU Texte systematisch aus und entwickelt Kommunikationsstrategien für Unternehmen.

new.New Festival

Some impressions from the Life Science Accelerator area at the new.New Festival in Stuttgart!

A room full of investors and 10 teams made the first Demo-Day of the Startup Booster a great success


A room full of investors and 10 teams made the first Demo-Day of the Startup Booster a great success.
The Startup Booster of the Life Science Accelerator BW celebrated its first Demo-Day on 28 September, 2018 in Heidelberg.
Ten early-stage teams working on biotech, medtech and digital health solutions pitched their highly innovative products in front of an audience of international, high-profile life science investors from Boston, San Francisco, Dublin, Stuttgart, Mannheim, and many more locations.

evid.one is voted second best start-up in the category “Life Science & Healthcare” at the CyberOne Hightech Award

evid.one wird beim CyberOne Hightech Award zum zweitbesten Start-Up in der Kategorie „Life Science & Healthcare“ gewählt.

Dieses Jahr fand der CyberOne Hightech Award Baden-Württemberg zum 20ten Mal statt.  Seit 1998 werden durch den Award die zukunftsweisendsten Geschäftskonzepte technologieorientierter Start-Ups und Unternehmen ausgezeichnet.

Insgesamt reichten dieses Jahr über 100 Start-Ups ihre Businesspläne und Bewerbungen ein. Auf dem Hightech Summit im Kraftwerk Rottweil wurde letzte Woche evid.one zum zweitbesten Start-Up in der Kategorie „Life Science & Healthcare“.

Dies bestärkt uns in der Entwicklung unserer medizinischen Software, mit der wir den Alltag von tausenden Ärzten in der EU erleichtern möchten und die Behandlungsqualität von Patienten erhöhen.

{Life Sience} meets IT Hackathon

Hackathon, 8-10 June at MAFINEX Technologiezentrum Mannheim
Organized by the Mafinex Gründerverbund (Founders Association) e.V., Cubex41 and the Heidelberg Startup Partners e.V. with Heidelberg University, the interdisciplinary {Life Science} meets IT Hackathon (www.lifesciencemeetsit.eu) took place last weekend, where mixed teams with technical, economic, design and medical or scientific background worked on challenges of the Life Science sector. In total, 45 participants with the support of more than 20 mentors worked on six of the twelve presented challenges. They were supported by a Maker Space, which among other things provided 3D printing, a cloud development platform, sensors and VR glasses / Hololenses. The technologies were made possible by various startups such as Elaspix, Covexo, Yoptino or Unreadable, as well as by Andreas Erben. There was a good variety of participants from a regional to international perspective (even including a team from the University of Warsaw). “We managed to form teams of designers, developers and data scientists, economists and medics in this format and could thus promote an interdisciplinary and comprehensive approach in an early development stage of products and developed ideas”, confirms Sonja Wilkens, Managing Director of the Mafinex Gründerverbund eV.. Dr. Raoul Haschke, Managing Director of the Heidelberg Startup Partners e.V. explains: ”By including academies and universities as network partners in Mannheim and Heidelberg as well as by exceeding regional borders to Karlsruhe, Darmstadt and Kaiserslautern, many interesting contacts could be built.” Further Supporting Partners like STARTUP MANNHEIM, the European network EIT Health, the Medical Technology Cluster Mannheim, the VR Bank Rhein-Neckar eG and the Mannheim start-up Rocknutz, that provided healthy snacks for the participants, and many more actively supported the event. “In view of the increasing digitalisation, the European and regional collaboration in the area of innovation is getting more and more important. The {Life Science} meets IT Hackathon offers the perfect environment for these endeavors”, claims Dr. Katharina Ladewig, Managing Director, EIT Health Germany. “The Roche Diabetes Care Germany GmbH rendered the event possible as a sponsor. The company provided a challenge, a jury member, mentoring for all three days and a suitable ending with the keynote speech of Managing Director Lars Kalfhaus, who explained the importance of start-ups and innovative ideas for the company Roche”, emphasizes Katharina Klotzbach, Centre Lead of Cubex41, the engagement of the sponsor. ”We are very pleased to support this Hackathon. We would like to thank the organisers, the mentors and especially the teams who developed impressive solution approaches in a very short time period”, mentions Dr. David Seidel, Roche Diabetes Care Germany GmbH, who accompanied the teams intensively on-site as one of the mentors. “Start-ups with their innovative ideas and approaches are for us on the one hand an inspiration, but also an incentive to become even better and more agile”, according to Lars Kalfhaus, Managing Director Roche Diabetes Care Germany GmbH. “Therefore, we are very pleased that Roche did not only support the Hackathon financially as a sponsor, but also content-wise by providing a challenge, mentoring and participating in the jury. Thus, we could gain many valuable impulses and contacts from this event”. The following winning teams received awards after the 4-minute pitches:  Audience Award: Dr. Flow, a new way to support doctors with changes of the indication guidelines  Best Hack: MeCO, support of developing countries with an app that should provide the right treatment at the right time and place.  Best business solution: Uhura, a team (partly with Polish guests), that worked on a solution to give mute/voiceless people a voice.  Most patient-centric solution: Diablexa, who give new quality of life to patients with diabetes by using digital solutions. More information about the Hackathon can be found here: www.lifesciencemeetsit.eu

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Heidelberg Delivery Technologies GmbH räumt einen der drei ACHEMA-Gründerpreise ab!

Mit dem griffigen Slogan „Gummibärchen statt Spritze” hat die 2017 gegründete Heidelberg Delivery Technologies GmbH (Heideltec) einen der drei ACHEMA-Gründerpreise abgeräumt. Das Start-up will seine patentierte Drug-Delivery-Technologie dafür einsetzen, dass Biopharmazeutika künftig oral statt intravenös verabreicht werden können.

 

Das Gründerteam konnte sich im Mai 2016 beim EXIST-Forschungstransfer-Programm des Bundeswirtschaftsministeriums eine zweijährige Finanzierung sichern. Im Mai 2017 wurde aus dem Projekt „Peptoral” dann Heideltec.

 

Der Mitte Juni auf der ACHEMA überreichte Gründerpreis ist mit einem Preisgeld von 10.000 Euro verbunden. Insgesamt hatten acht Finalisten die Endrunde erreicht, die sich während der Messe am Gründerpreisstand präsentieren durften. Die beiden anderen Gewinner sind Plasmion (Labor-Massenspektrometer als Online-Sensoren) und Watttron (modulares Heizsystem für eine zonale Erwärmung).

Die Peptoral-Technologie von Heideltec basiert auf Liposomen, die in eine Matrix eingebettet und damit zu einer festen Arzneiform verarbeitet werden. Der entscheidende Kniff ist die Kombination mit sogenannten Tetraetherlipiden (TEL). TEL finden sich in hohem Anteil in den Zellmembranen von Einzellern, die sich auf das Überleben in heißen und sauren Quellen spezialisiert haben. Um diesen harschen Bedingungen zu widerstehen, bauen sie TEL in ihre Membranen ein. Durch die Verwendung von TEL in Liposomen werden diese – wie auch die in ihnen eingeschlossenen Peptid- und Protein-Wirkstoffe – für die Bedingungen im Magen-Darm-Trakt stabilisiert. Der Wirkstoff ist vor dem Abbau im Magen geschützt und kann dann im Dünndarm unbeschadet aufgenommen werden.

Innovationspreis würdigt zukunftsweisende Biotech-Forschung

Der Arbeitskreis der BioRegionen Deutschlands zeichnet drei  Forschungsprojekte mit dem Innovationspreis aus. Der mit je 2.000 € dotierte Preis geht an Forscher aus Aachen, Mannheim und Magdeburg. Der bereits zum elften Mal veranstaltete Wettbewerb prämiert herausragende Ideen und Patente im Bereich Biotechnologie und Lebenswissenschaften.

„Mit dem Innovationspreis der BioRegionen Deutschlands zeichnen wir jedes Jahr herausragende Forschungsergebnisse in den Bereichen Biotechnologie und Lebenswissenschaften aus“, erklärt Dr. Hinrich Habeck, Sprecher des Arbeitskreises der BioRegionen, zu Beginn der Preisverleihung im bcc am Berliner Alexanderplatz. „Es war für die Juroren in diesem Jahr eine besondere Herausforderung, aus den vielen guten Einsendungen die Preisträger zu ermitteln.“

Denn nur drei Projekte können in Berlin den mit jeweils 2.000 € dotierten Preis, der 2018 bereits zum elften Mal verliehen wurde, in Empfang nehmen. Darunter das Projekt mit dem Titel „GreenRelease for Plant Health“, das von Dr. Felix Jakob und Prof. Dr. Ulrich Schwaneberg eingereicht wurde. Die beiden Forscher der RWTH Aachen haben Mikrogel-Container erfunden, die bewirken, dass Schutzmittel auch nach Regen an der Pflanze haften bleiben und nur langsam freigesetzt werden. Der reduzierte Einsatz von Chemie auf Feldern könnte zukünftig die Böden entlasten und somit ein wichtiges Problem der Agrarwirtschaft lösen, befand die Jury bei ihrer Entscheidung.

Ebenfalls überzeugen konnte Valentin Kramer mit seinem bereits in Gründung befindlichen Projekt „AUCTEQ Biosystems“ – einem mitwachsenden Bioreaktor, der in Zusammenarbeit mit der Hochschule Mannheim entstand. Das bisher notwendige Umsetzen von wachsenden Zellkulturen in größere Bioreaktoren könnte die flexible Wand des Reaktors vermeiden. Die Juroren beeindruckte besonders die mögliche Reduktion von Kontaminationsrisiken im Zukunftsmarkt für Bioreaktoren.

Um die Vermeidung von tödlichen Komplikationen nach Knochenmarks-Transplantationen ging es beim dritten Preisträger des Tages: Prof. Dr. Berend Isermann forscht an einem Ansatz für die Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion (GvHD), einer unerwünschten Immunreaktion der im Spendermaterial enthaltenen Zellen. Der Forscher der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg fand heraus, dass die Gerinnungsprotease aktiviertes Protein C (aPC) vor der GvHD schützt und schlägt vor, Transplantate zukünftig ex vivo damit zu behandeln. Für die Jury gehörten der hohe medizinische Bedarf und der personalisierte Ansatz zu den Entscheidungsgründen.

„Der Innovationspreis der BioRegionen hat sich in den vergangen elf Jahren zu einem Schaufenster für die Leistungsfähigkeit und Vielfältigkeit der Biotechnologie entwickelt,“ meint Dr. André Domin, Geschäftsführer des Technologiepark Heidelberg, der im Jahr 2018 für die Ausrichtung des Wettbewerbs verantwortlich war. „Wir möchten die engagierte Arbeit der Forscher würdigen und zur kommerziellen Verwertung ermuntern. Auch unter den Bewerbungen, die heute nicht prämiert werden konnten, finden sich viele förderwürdige Projekte. Wir werden weitere Angebote schaffen, um dieses Potenzial zu nutzen.“

Ermöglicht wird der Innovationspreis der BioRegionen durch das Engagement des Fachjournals BIOspektrum, der Kanzlei Dehmel & Bettenhausen sowie des High-Tech Gründerfonds. Die drei langjährigen Sponsoren stellen auch 2018 das Preisgeld in Höhe von jeweils 2.000 € zur Verfügung.

 

Die Preisträger

GreenRelease for Plant Health

Idee

Um eine steigende Weltbevölkerung mit gesunden Lebensmitteln zu versorgen, muss die Einsatzmenge an Pflanzenschutzmitteln reduziert werden. Pflanzenschutzmittel mit einer hohen Regenfestigkeit stellen sicher, dass Kulturpflanzen auch nach einem Regenereignis noch effizient vor Krankheitserregern geschützt werden. Zudem bleiben die Eintragsmengen in Umwelt, Gewässer und in die Nahrungskette möglichst gering. Die GreenRelease-Freisetzungstechnologie für Pflanzenschutzmittel bietet neue Lösungswege, um Wirkstoffe langsam über Wochen hinweg abzugeben.

Technologie

Die GreenRelease-Technologie besteht aus einem Mikrogel-Container zur universellen Beladung sowie Freisetzung von Wirkstoffen und deren Schutz vor äußeren Einflüssen sowie Ankerpeptiden, die als Adhäsionspromotoren die Mikrogel-Container an die Kulturpflanze regenfest anbinden. Hauptvorteile der GreenRelease-Technologie gegenüber bestehenden Technologien sind ein minimierter Wirkstoffverlust aufgrund der hohen Regenfestigkeit, eine hohe Pflanzenverträglichkeit und die einstellbare biologische Abbaubarkeit der Mikrogel-Container.

Forschungseinrichtung

An der wissenschaftlichen Entwicklung waren die Forschungseinrichtungen RWTH Aachen University, das DWI – Leibniz-Institut für Interaktive Materialien e.V. Aachen, das Bioeconomy Science Center (BioSC) und der SFB 985 „Functional Microgels and Microgel Systems“ (DFG) beteiligt.

Ansprechpartner

Dr. Felix Jakob (f.jakob@biotec.rwth-aachen.de)
Prof. Dr. Ulrich Schwaneberg (u.schwaneberg@biotec.rwth-aachen.de)

 

AUCTEQ Biosystems – the bioreactor (r)evolution

Idee

Der AUCTEQ Bioreaktor ersetzt ganze Reihen von zeitlich hintereinander geschalteten Zellkulturgefäßen ansteigender Größe durch einen einzigen mitwachsenden Bioreaktor. Dadurch minimiert der Bioreaktor Kontaminationsrisiken in biopharmazeutischen Zellkultur-Prozessen. Zudem werden manuelle Arbeitsschritte verringert, Kosten gesenkt und die Nachhaltigkeit wird gesteigert.

Technologie

Das Besondere an unserem mitwachsenden Bioreaktor ist seine extrem flexible Wand. Durch diese dehnbare Konstruktion passt sich die Größe des Reaktors dem erforderlichen Volumen einer Zellkultur an. So ermöglicht der Bioreaktor ein kontinuierliches Wachstum der Zellen in Volumenbereichen von wenigen Millilitern bis hin zu mehreren Litern.

Forschungseinrichtung

Die Fakultät Biotechnologie der Hochschule Mannheim unterstützte die wissenschaftliche Entwicklung im Rahmen einer Masterarbeit zur Prototypen Entwicklung und Evaluierung des kommerziellen Potentials.

Ansprechpartner

Valentin Kramer, M.Sc. (kramer@aucteq.com)

 

Die Gerinnungsprotease aPC schützt vor GvHD

 Idee 

Die “graft-versus-host disease” (GvHD) ist eine schwerwiegende und häufig tödliche Komplikation nach Knochenmarkstransplantationen. Effiziente therapeutische Ansätze fehlen bei der Hälfte der Patienten. Wir konnten zeigen, dass die Gerinnungsprotease aktiviertes Protein C (aPC) vor der GvHD schützt. Wichtig ist, dass der therapeutisch gewünschte Anti-Tumor-Effekt (der sogenannte „graft-versus-leucemia“ (GvL) Effekt) durch aPC nicht beeinträchtigt wird. So bleibt der Nutzen der Knochenmarkstransplantation erhalten.

Technologie 

Wir konnten zeigen, dass eine Präinkubation des Knochenmarks beziehungsweise der T-Zellen (Immunzellen, die die GvHD vermitteln) ausreichend für den schützenden Effekt von aPC ist. Damit ist eine ex vivo Behandlung des Zelltransplantates möglich. So werden mögliche Nebenwirkungen der Therapie verhindert oder zumindest minimiert.

Forschungseinrichtung

An der wissenschaftlichen Entwicklung war das Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg beteiligt.

Ansprechpartner 

Prof. Dr. med. Berend Isermann (berend.isermann@med.ovgu.de)

Der Businessplan-Wettbewerb Startinsland hat das Startup HEIDELTEC mit dem ersten Platz ausgezeichnet!

Der Businessplan-Wettbewerb Startinsland hat neun Gründungsprojekte mit insgesamt 22.000 Euro prämiert

Freiburg, 06.12.2017

Preise für die besten Geschäftsmodelle

Foto: Tibor Dufner

Spritzen zur Verabreichung von Medikamenten vermeiden, Personen und Objekte in Videos erkennen: Die Gründungsprojekte HEIDELTEC und DeepVA haben beim Businessplan-Wettbewerb Startinsland 2017 jeweils einen ersten Platz in einer der beiden Hauptkategorien belegt. Eine Jury mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Forschung, der Industrie und dem Finanzsektor hat Preise in zwei Kategorien verliehen: Ausgezeichnet wurden Innovationen aus Wissenschaft und Hochschulen sowie aus Firmen und Gesellschaft. Zudem hat sie zwei Sonderpreise vergeben – „Green Economy“ für nachhaltige Geschäftsideen mit ökologischer oder sozialer Wertschöpfung sowie „Digitale Zukunft“ für Trends aus den Bereichen digitale Vernetzung, Internet/Medien und Automatisierung. Die ersten Plätze der Hauptkategorien sind mit je 5.000 Euro dotiert, die zweiten Plätze mit je 2.500 Euro. Die Sonderpreise sind mit je 2.000 Euro für die ersten und je 1.000 Euro für die zweiten Plätze dotiert. Zudem wurde ein Publikumspreis für den besten Pitch bei der Veranstaltung „Startinsland Elevator Pitch“ verliehen. Dieser ist mit einem Geldpreis von 1.000 Euro verbunden.

Den ersten Hauptpreis in der Kategorie „Innovationen aus Wissenschaft und Hochschulen“ erhält HEIDELTEC für seine Technologie, die es ermöglicht, Peptid- oder proteinbasierte Arzneistoffe oral zu verabreichen, anstatt sie – wie bisher – zu spritzen. Diese Stoffe werden zur Behandlung von Diabetes, Krebs und diverse Autoimmunerkrankungen benötigt. Allerdings werden sie im Magen schnell abgebaut oder im Darm nicht aufgenommen. HEIDELTEC hat eine Technologie entwickelt, die den Wirkstoff sicher einschließt, durch den Magen transportiert und im Darm die Aufnahme ins Blut gewährleistet. Der zweite Preis in dieser Kategorie geht an AUCTEQ, dessen Bioreaktor zur Züchtung von Zellkulturen sich mit dem Wachstum der Zellen erweitern kann. Dies erleichtert die Züchtung und senkt die Gefahr der Kontamination.

DeepVA gewinnt den ersten Hauptpreis in der Kategorie „Innovationen aus Firmen und Gesellschaft“. Sein intelligentes Software-System, das auf Grundlagen des Deep Learning basiert, erkennt automatisch Personen, Marken, Texte, Farben und viele andere Objekte in Videos. So lassen sich Videoarchive nach mehreren Kriterien kategorisieren und danach gezielt durchsuchen. Zielgruppe ist die Medienbranche, potenzielle Nutzerinnen und Nutzer sind aber alle, die ein Video- und Bildarchiv besitzen. Mit dem zweiten Preis in dieser Kategorie wird NatureTex ausgezeichnet: Sein auf Basis von Beobachtungen in der Natur entwickeltes Reinigungstuch macht die natürliche Selbstreinigungskraft von Pflanzen für den Alltag nutzbar. Das Material besteht aus natürlicher Holzzellulose und ist in der Lage, die Oberflächenspannung von Wasser um bis zu 40 Prozent zu reduzieren, wodurch eine Reinigung allein mit Leitungswasser möglich wird.

Beim Sonderpreis „Green Economy“ landet Thriving Green auf dem ersten Platz – mit dem Vorhaben, die Mikroalge Spirulina in Regionen, in denen Menschen Hunger leiden, als gesundes Nahrungsmittel nachhaltig zu produzieren. Eine Pilotanlage in Kenia ist seit April 2017 in Betrieb. Platz zwei belegt MyHeartBeat mit einer App, die Patientinnen und Patienten mit Herzerkrankungen unterstützt: Sie zeichnet Parameter wie Blutdruck und Herzfrequenz auf, interpretiert sie und warnt, wenn sich die Werte kritisch verändern. Außerdem erinnert sie unter anderem daran, Medikamente rechtzeitig einzunehmen, Rezepte zu erneuern und einen gesunden Lebensstil einzuhalten.

Beim Sonderpreis „Digitale Zukunft“ landet erneut DeepVA auf dem ersten Rang. Auf dem zweiten folgt Immergency mit dem Ansatz, eine virtuelle Realität für die Ausbildung im Notfallmanagement zu entwickeln. Ziel ist es, das Einteilen unterschiedlich schwer verletzter Patientinnen und Patienten bei Großschadenslagen, etwa Naturkatastrophen oder Terroranschläge, in einer simulierten Umgebung zu trainieren.

Den Publikumspreis beim „Startinsland Elevator Pitch“ erhält Smart Faraday für ein intelligentes, energieautarkes Fahrradpedal, das Daten wie Tretkraft, Geschwindigkeit, Höhenmeter oder Position erfasst und diese selbständig ins Internet stellt, sodass Nutzerinnen und Nutzer sie auf einer Webseite oder per Smartphone in Echtzeit auslesen können.

Der Businessplan-Wettbewerb Startinsland fand 2017 zum dritten Mal statt. Die Universität Freiburg, das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE), die Hochschule Offenburg und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Südlicher Oberrhein richten ihn gemeinsam aus. Der Wettbewerb besteht aus zwei Phasen: Er begann im Frühjahr mit einer Konzeptphase und gipfelte in der Prämierung der besten Businesspläne. Das Gründerbüro der Universität Freiburg begleitete den Wettbewerb mit Veranstaltungen und Fortbildungsprogrammen. 2019 soll er erneut stattfinden.

Vibrosonic GmbH mit Mannheimer Gründerpreis ausgezeichnet

Vibrosonic GmbH, Mister Trip und Covexo GmbH mit Mannheimer Gründerpreis ausgezeichnet

MANNHEIM – Eine Hörkontaktlinse, die man – technisch wie medizinisch fortschrittlich – direkt auf dem menschlichen Trommelfell platziert, individuell zusammengestellte Urlaubsreisen einer Online-Plattform und eine neuartige Cloud-Development-Plattform für Software-Entwickler: Mit diesen drei bahnbrechenden Geschäftsideen konnten drei siegreiche Jungunternehmen die Jury überzeugen. Im Rahmen des 7. Wirtschaftsforums fand die Verleihung des Mannheimer Existenzgründungspreises „Mexi“ statt, im Bürgersaal im Stadthaus N 1. Unter Beisein von Oberbürgermeister und Schirmherr Dr. Peter Kurz. Über einen zwei Kilogramm schweren, schwarzen Pokal und jeweils 10 000 Euro Preisgeld freuten sich die drei ausgezeichneten Firmen Vibrosonic GmbH, Mister Trip und Covexo GmbH.
Trip-Hop-Trio sorgt für musikalische Unterhaltung
Besonders um das inhaltliche Geschäftsmodell des Unternehmens Covexo GmbH, das drei junge Absolventen der Mannheimer Universität im April 2017 gegründet haben, tiefer verstehen zu können, verlangt es etwas Vorwissen aus der Informationstechnologie. „Die Latte wird immer höher gelegt, weil die Qualität der Bewerber immer beeindruckender wird“, sagte OB Kurz. Hinter der seit 2005 jährlich stattfindenden Verleihung von „Mexi“ durch die städtische Wirtschafts- und Strukturförderung stehe nicht zuletzt die Absicht, heranwachsende Fach- und Führungskräfte längerfristig in der Stadt Mannheim zu halten. „Wir sind wirtschaftlich in einer absoluten Hochphase, wie wir sie nicht kannten, was sich in den Arbeitsmarktzahlen niederschlägt“, freute sich Kurz.
Während der Verleihung sorgte ein Trip-Hop-Trio um Sängerin Akina Ingold für musikalische Untermalung, mit meditativer Popmusik unterstützt von Laptop und Drum-Computern. Im Mittelpunkt der diesjährigen Preisverleihung, worauf sämtliche Lobredner in ihren Ansprachen eingingen, stand die wirtschaftswissenschaftliche Phrase des „Fundaments für die Zukunft“. Das Fundament nicht bloß als steinerner und alles stützender Unterbau der Architektur, sondern vor allem als „soziale, ökologische und ökonomische Grundlage“ für unternehmerischen Erfolg. „Wir erleben beschleunigte Zeiten. Globalisierung und Digitalisierung durchdringen alle Lebensbereiche“, mahnte Kurz. Diese Erkenntnis machte er an einem simplen Beispiel deutlich: In der Darbietung seiner Klangkunst verwende das Trip-Hop-Trio hochmoderne Klapprechner und elektronische Perkussion. „Ohne Digitalisierung wäre das nicht möglich“, so Kurz. Wie nie zuvor seien deshalb berufliche Qualifikation und Weiterbildung bedeutsam für wirtschaftliche Stabilität.
Darüber hinaus stellte das Podium die 48. Ausgabe des städtischen Wirtschaftsmagazins „Mannheim – Stadt im Quadrat“ vor. Das Magazin, so dick wie ein Katalog, liegt kostenlos im Mannheimer Rathaus im Quadrat E 5 aus und ist auf der Internetseite der Stadt als pdf-Dokument abrufbar. Es enthält Porträts örtlicher Firmen, Interviews und außerdem Berichte über neue Stadtentwicklungsprojekte.